Juni

Der Juni-Blog von Christoph Thoma

Aktiv neue Projekte realisieren

Wie mehrfach kommuniziert, bewegt sich auch das weite Feld der Kunst und Kultur derzeit in einem Spannungsfeld zwischen rigorosen Sparmaßnahmen und einer nie dagewesenen Vielfalt und Innovationskraft im künstlerischen Sektor.

Auch für die Grazer Spielstätten bedeuten die aktuellen Veränderungen in der Förderlandschaft massive Veränderungen, die ich im Mai-Blog ausführlich dargestellt habe. Es bleiben für mich zwei mögliche Szenarien übrige: Sich zurückzuziehen und weniger veranstalten oder aktiv neue Partnerschaften und Projekte zu lancieren und aktiv Ideen umzusetzen?

Neue Projekte, neue Ideen, Innovation, was ist in der heutigen Zeit noch möglich? Wo können noch neue Aspekte und Sichtweisen auf Kunst und Kultur produziert und so dem Publikum zugänglich gemacht werden? Diesen Fragen stellen wir uns, auch mit dem neuen Festivalformat „Blues & More 2011", das für Graz eine absolute Neuerung darstellt, von einem Sponsor großzügig möglich gemacht wird und mit einem renommierten Bluesmusiker auch ein inhaltliches, farbenfrohes Gesicht bekommt.

Ein abschließender Gedanke bezieht sich auf die Wirtschaftskrise und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Kulturbudgets. Kultur hat einen ganzheitlichen Anspruch. Lebensfreude und Lebensgenuss sind essentielle Kulturgüter, die unabhängig vom Konsum zu sehen und wichtiger als wirtschaftlicher Erfolg und Überdruss sind.

Daher: Kunst ist ein Beitrag gegen die geistige Verarmung unserer Gesellschaft, und da müssen wir mit neuen und positionierten Angeboten gezielt entgegenwirken und immer wieder Stellung beziehen.

Kommentare, Fragen, Feedback an den Autor: christoph.thoma@spielstaetten.at

Vorankündigung: Der Sommer-Blog von Christoph Thoma (erscheint Mitte Juli)
Der Sommer, die Monate der Festivals. Wie bereichern sich Festivals und Ganzjahresbetrieb? Eine persönliche Sichtweise von Intendant Christoph Thoma.